KSB 047 Keine Kuh im großen Auslauf

Heute geht es um den Auslauf. Wie wird der Auslauf interessant und warum passen Kuhbürsten dort besonders gut?

Vielleicht hast du schon einen Auslauf oder planst einen neuen Stall mit Auslauf. Vielleicht möchtest du einen Auslauf zum bestehenden Stall dazu bauen oder weißt einfach nur, dass es irgendwann ein Thema wird?

    Stallbaupost

    Egal, für eine Stallbauförderung ist oft ein Auslauf notwendig. Man macht sich viel Mühe und wenn man dann schaut, sieht man keine Kuh. Je nach Tageszeit und Witterung gibt´s vielleicht einfach keinen Grund.

    Heute geht es um den Auslauf an einer Seite vom Stall, nicht um den innenliegenden Laufhof. Darunter versteht man eine Unterbrechung vom Dach, sodass es offiziell als Auslauf zählt. Vor allem in der Kombination mit dem Roboter sehe ich es als eine sehr einfache Möglichkeit, einen Auslauf mit einem geringen Mehraufwand zu bauen.

    1. Auslauf interessant machen

    Die Kuh ist von Natur aus faul. Sie braucht einen Grund für den Aufwand, nach draußen zu gehen. Je nach Stall kann allein die Frischluft ein Grund sein. Es ist ein Unterschied, ob der Stall sehr luftig und an allen Seiten offen oder niedrig und geschlossen ist. Hier ist ein guter Artikel zum Thema Auslauf!

    Die Ausrichtung nach Süden macht grundsätzlich Sinn. So können die Kühe die Wintersonne genießen. Wenn es gleichzeitig der Vorwartebereich ist, passt die Ausrichtung nach Osten oder Südosten besonders gut. Dadurch ist beim Melken abends der Bereich beschattet. Zu diesem Thema gibt es eine eigene Folge. Hör rein in KSB 043!

    Wenn man einen Außenfuttertisch machen möchte, steigt die Attraktivität. Dazu müssen die Achsen passen, der zusätzliche Aufwand sollte nicht hoch sein.

    Je nach Fütterung kann eine Heuraufe gut geeignet sein. Tränken gehen fast immer.

    Vor Gummimatten auf den Laufflächen würde ich abraten. Da passiert es besonders schnell, dass sich Kühe ablegen.

    2. Kuhbürste in den Auslauf

    Damit kombiniert man zwei wesentliche Vorteile. Zum einen bleibt der Schmutz draußen. Bei uns ist eine ganze Schicht mit Haaren um die Bürste. Im alten Stall war ein großer Bereich dadurch stark verschmutzt. Zum anderen ist es eine sehr einfache Motivation, Kühe wollen sich regelmäßig pflegen. Für den Witterungsschutz haben wir einfach einen alten Spülmittelkanister aufgeschnitten und drauf gestülpt.

    Mit ist es nicht wichtig, dass der Auslauf stark besucht wird. Der Nutzen als Vorwartebereich überwiegt für mich stark. Deshalb ist bei uns abgesehen von den Bürsten nichts draußen. Mehr zum Thema möbilierter Auslauf findest du hier.

    3. Auf einfache Entmistung achten

    Je nach Nutzung reicht eine 1 – 2-malige Entmistung täglich. Am einfachsten ist bei einem rechteckigen Auslauf eine Schieberanlage. Kombiniert mit einem Nachtreiber schafft man sich doppelten Nutzen. Wichtig ist, dass es schnell und einfach geht. Vielleicht passt es auch, dass man einen Teilbereich mit Kanal und Spalten baut. Diese Entscheidung ist sehr lageabhängig. Hauptsache, man denkt an die Entmistung. So ist ein Auslauf gut für`s Tier und gut für den Menschen.

    Fazit

    • Der Auslauf muss für Kühe interessant gemacht werden. Kuhbürsten im Auslauf lassen den Schmutz im freien und motivieren die Kühe nach draußen zu gehen. Die Entmistung muss einfach gehen.

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