KSB 136 – So läuft die Erstplanung zum neuen Kuhstall – Interview mit Familie Sichler

In dieser Folge geht es um die Planung eines neuen Stalles. Du erfährst von den Herausforderungen der Betriebsleiterfamilie und Details von der Planung hin zum Neubau.

In der heutigen Folge heute habe ich eine Familie zu Gast, die vom alten Anbindestall raus und in einen neuen Laufstall kommen will. Du liest den Weg durch die Erstplanung.

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    Ein neuer Stall oder Umbau? Der kostet richtig viel Geld und deshalb ist ein sinnvoller und logischer Aufbau des Vorhabens wichtig. Alle Bereiche müssen sinnvoll angeordnet sein und die Maße stimmen. Du musst dir dazu deiner Ziele bewusst sein, das Projekt soll wirtschaftlich darstellbar sein. Bist auch du gerade in der Planung oder überlegst, einen neuen Stall zu bauen oder einen bestehenden Stall umzubauen oder dran zu bauen? Melde dich gern und wir planen dein Projekt miteinander. Wie die Familie Sichler es geschafft hat, hörst du jetzt im Interview.

    Meine heutigen Interviewgäste möchten einen neuen Stall für 35 Milchkühe mit AMS auf die grüne Wiese bauen. Für ihren im Nebenerwerb geführten Biobetrieb ist vor allem eine einfache Bewirtschaftung des neuen Stalles wichtig. Auf dem neuen Standort steht bereits eine Maschinenhalle, die Fahrsiloanlage, und es schließt die Weidefläche direkt an. Die beiden waren bei der Kuhstallbau-Erstplanung dabei. Ich freue mich, dass sie hier sind. Willkommen Regina und Stefan Sichler!

    Ihr habt Großes vor. Was ist das Problem mit dem bestehenden Stall?

    Wir sind ein Bio-Betrieb mit Kombi-Haltung. Den Stall hat mein Vater in den 80er Jahren umgebaut und der ist einfach in die Jahre gekommen. Wir treiben unsere Kühe über einen Teil der Dorfstraße nach draußen, das ist problematisch wegen der Verkehrssicherheit. Am Standort im Ort hätten wir keine Möglichkeit, den Stall zukunftsfähig zu erweitern. Deswegen wollen wir näher an die Weide, raus aus der Ortschaft und Entwicklungsmöglichkeiten schaffen.

    Warum habt ihr Euch für die Erstplanung bei Kuhstallbau-Onlineberatung entschieden? 

    Stefan: Grundsätzlich habe ich mich schon lange mit dem Stallbau beschäftigt. Durch die sozialen Medien sind wir auf Dich aufmerksam geworden. Ich habe auch an vielen Stallbau-Lehrfahrten teilgenommen. Dort wird einem geraten, nicht eine fertige Lösung zu nehmen, sondern sich den Stall individuell zu planen, gerade weil die Kuhplatzkosten sehr hoch sein können. Und dann fragt man sich: „Individuell, ja, aber wie?“

    Regina: Das Ganze ist im Alltag mit drei kleinen Kindern nicht einfach. Stefan arbeitet viel. Da bleibt am Ende des Tages nicht viel Zeit. Als wir drei uns für die Planung zusammengesetzt haben, haben wir das regelmäßig gemacht und immer wieder neue Impulse und Input bekommen. Damit sind wir weitergekommen.

    Wie war da die Zusammenarbeit für euch?

    Stefan: Das war sehr individuell abgestimmt auf unseren Betrieb, also so, wie wir uns das auch vorstellen konnten. Wir haben relativ schnell eine Lösung gefunden und ich bin sehr begeistert von unserem neuen Grundriss.

    Regina: Ich fand, dass es sehr konstruktiv war. Wir hatten unsere Vorstellungen, aber im Gespräch hat sich dann gut herauskristallisiert, in welche Richtung das Ganze gehen soll. Denn einige Dinge waren noch unklar, wie sich dann herausgestellt hat. Wir alle drei haben an einem Strang gezogen, jeder hat Ideen dazu gegeben und jeder war offen und hat versucht, sich die Ideen durch den Kopf gehen zu lassen.

    Musstet ihr euch von einigen Ideen verabschieden, weil ihr gemerkt habt, dass sie zwar schön, aber unrealistisch sind? 

    Stefan: Die eine oder andere Idee verwirft man schon. Manchmal merkt man im Gespräch, dass die Idee nicht wertvoll ist. In dem ein oder anderen Detail musstest du aber auch Überzeugungsarbeit leisten, um uns etwas glaubhaft zu machen, dass etwas arbeitstechnisch besser ist.

    Wie zufrieden seid Ihr mit der aktuellen Planung und dem fertigen Grundriss? 

    Stefan: Wir sind auf jeden Fall einen großen Schritt weiter und tappen nicht mehr im Dunkeln. Wir wissen jetzt, wie es aussehen soll und können auch noch Details anpassen. Der grobe Grundriss steht jetzt auf jeden Fall.

    Regina: Ich finde, dass durch die Treffen die ganze Geschichte viel konkreter geworden ist. Wir hatten auf einmal unseren Plan visuell vor Augen, der Vorentwurf eingebettet in die Gegebenheiten hier vor Ort. Da hatte ich das Gefühl, dass jetzt etwas in Bewegung kommt. Das war sehr motivierend. Außerdem war es ganz individuell auf uns abgestimmt.

    Stefan: Wir haben uns nichts überstülpen lassen von einer Firma oder einem Vertreter, also es war keine Kopie von einem anderen Stall, was dann nicht zu uns gepasst hätte. Wir haben also nicht mit jemandem gesprochen, der uns einen Stall verkaufen wollte, sondern wir haben die Planung mit einem Praktiker gemacht, der jeden Tag etwas mit diesem Thema zu tun hat.

    Hat sich dann die Investition in die Erstberatung für euch gelohnt?

    Regina: Ja. Das hat uns weitergebracht. Wir haben jetzt die ersten Termine und Preise eingeholt. Es wird jetzt konkret.

    Wenn euch jemand fragen würde, wie die Zusammenarbeit funktioniert hat, was würdet ihr sagen?

    Regina: Ich habe das sehr konstruktiv empfunden. Zwischen unseren Treffen waren auch andere Berater hier. Einer war sofort etwas pikiert, wenn wir Dinge in Frage gestellt haben, die er uns vorgeschlagen hat. Du warst da immer sehr offen, hast dir unsere Pläne angeschaut, Elemente daraus aufgenommen. Und wenn du etwas anders gesehen hast, hattest du auch gute Argumente.

    Was möchtet ihr zukünftigen Stallbauern mit auf dem Weg in die Planung geben?

    Regina: Man muss sich bewusst machen, dass ein Stallbau ein Prozess ist. Man hat einen Entwurf oder ein Modell und dann wirft immer wieder jemand einen Blick darauf und man ändert wieder alles. Das ist also nichts statisches, sondern man sollte beweglich bleiben und sich austauschen. Besonders mit anderen Landwirten. Und man sollte sich ganz viele Ställe anschauen.

    Stefan: Genau. Das Bild formt man solange weiter, bis sich der Nebel gelichtet hat und es ganz klar ist. Man sollte nichts übers Knie brechen, denn die Planung ist ja auch ein Teil vom Bauvorhaben. Wenn man das in die eigene Hand gibt, kann man Fehler vermeiden, die einem dann im Stall für ein, zwei Jahrzehnte Probleme bereiten.

    Man ist immer selbst verantwortlich für das, was man macht, auch beim Stallbau. Wenn da irgendetwas nicht funktioniert, trägt man da den Schaden am Schluss immer selbst. Deswegen ist es wichtig, dass man es so macht wie ihr beiden und darüber spricht und sich helfen lässt. Vielen Dank für das Gespräch und viel Erfolg für euer Stallbauprojekt!

    Interesse geweckt?

    Wenn dir ein vernünftiger Start in die Planung wichtig ist, melde dich bei mir, ich begleite dich Schritt für Schritt zu deinem sinnvollen Grundriss, egal ob das ein Neubau ist oder ein Umbau oder ein Umbau mit Anbau oder nur ein Anbau. Dieser wird nicht nur für dich passen, sondern für alle, die darin arbeiten!

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