KSB 163 Stallplanung zwischen Vater und Sohn – Interview mit Maxi Fischer

In dieser Folge spreche ich mit einem jungen Betriebsleiter aus dem Ostallgäu über die Erweiterung seines bestehenden Laufstalls.

In der heutigen Folge geht es um mehr Tierkomfort, bessere Arbeitsabläufe und einen Anbau, der den Betrieb langfristig weiterentwickeln soll.

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    Mein heutiger Interviewgast aus Bayern im Ostallgäu hält aktuell 100 Milchkühe im Laufstall aus dem Jahr 2001. Der junge Betriebsleiter möchte mehr Komfort für die Tiere und die Arbeitswirtschaft verbessern. Dafür hat er im bestehenden 3-Reiher die Liegeboxen verbessert und Ventilatoren eingebaut. Neu dazu kommt ein sehr großzügiger Abkalber- und Trockensteherbereich sowie eine Erweiterung für laktierende Kühe, sodass insgesamt 60 Tiere zusätzlich Platz haben. Wir kennen uns vom Kuhstallbau-Onlinekurs, ich freue mich dass du hier bist, Willkommen Maxi Fischer.

    Was ist dein Problem in der bestehenden Situation?

    Der Stall funktioniert grundsätzlich, aber ich merke, dass wir an Grenzen kommen. Die Kühe sind größer geworden und die Anforderungen an die 12.000 Liter Kuh sind auch gestiegen. Vor allem im 3-Reiher haben die Liegeboxenmaße nicht mehr optimal gepasst. Deshalb habe ich dort schon nachgebessert. Ventilatoren habe ich eingebaut, weil ich den Hitzestress minimieren wollte.

    Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass das nur Teillösungen sind. Besonders im Bereich Abkalbung und bei den Trockenstehern war es mir zu eng und zu wenig durchdacht. Ich wollte dort mehr Ruhe und mehr Platz schaffen.

    Welche Ausgangssituation hat der bestehende Stall?

    Der Stall stammt aus dem Jahr 2001. Für die damalige Zeit war das sehr gut geplant. Und da es von der Arbeitswirtschaft so gut lief, wurden bald die Trockensteherplätze auch mit Milchkühen belegt. Deshalb haben wir seit 15 Jahren keinen richtigen Platz mehr für sie.

    Aber heute schaue ich anders auf Tierkomfort und Arbeitswirtschaft. Deshalb war es uns klar, dass wir langfristig nur weiterkommen, wenn wir den Trockensteherbereich neu planen. Und das mit so wenig wie möglichen Kompromissen.

    Wo wird der neue Teil angebaut?

    Wir bauen direkt an den bestehenden Stall an. Mir war wichtig, dass die Wege logisch bleiben und ich keine unnötigen Umwege bekomme.

    So kann ich den Bestand sinnvoll erweitern und trotzdem alles zusammenhängend organisieren.

    Seit wann plant ihr den Anbau?

    Wir beschäftigen uns schon länger mit dem Thema. Das war keine Entscheidung von heute auf morgen. Wir haben uns immer wieder zusammengesetzt, oft am Samstag, und alles durchgesprochen.

    Es war ein Prozess. Immer wieder habe ich Dinge hinterfragt und angepasst.

    Hattest du Angst, zu viel zu wissen und nicht vorwärtszukommen?

    Nein, das hatte ich nie! Denn schließlich ist Wissen Macht. Natürlich ist das Problem auch wenn man mehr weiß, dass man auch weiß, dass man aktuell einiges falsch macht. Aber nur durch dieses Ehrliche „Eigenfeedback“ können wir besser werden und Betriebsblindheiten vermeiden.

    Deshalb habe ich mir viele Ställe angeschaut, Podcasts gehört und mit verschiedenen Leuten gesprochen. Irgendwann hatte ich so viel Input, dass es natürlicher schwieriger wird die Informationen zu filtern. Sprich was ist mir nun mehr bzw. weniger wichtig.

    Das Problem ist nicht zu wenig Wissen, sondern die Struktur.

    Wie weit war die Planung, als du in den Onlinekurs eingestiegen bist?

    Ein grobes Konzept hatte ich schon. Ich wusste, dass ich anbauen möchte und dass ich die Bereiche für Abkalber und Trockensteher großzügiger lösen will.

    Gleichzeitig war es bei uns auch ein Generationenthema. Mein Vater sieht manche Dinge anders, weil er andere Erfahrungen gemacht hat. Ich bringe andere Ideen und andere Ansprüche mit. Da ist es nicht immer einfach, sofort auf einen Nenner zu kommen.

    Der Kurs hat uns geholfen, eine gemeinsame Basis zu bekommen. Wir konnten Dinge sachlich durchgehen und hatten eine Struktur. Das hat uns als Familie gutgetan, weil Entscheidungen nicht nur aus dem Bauch heraus getroffen wurden, sondern sauber begründet waren.

    Was war der Auslöser für den Onlinekurs?

    Ich habe Sicherheit gesucht. Sicherheit in meinen Entscheidungen und in den Details. Ich wollte verstehen, warum ich etwas genau so mache und nicht anders.

    Ich wollte nicht einfach eine Lösung übernehmen, nur weil sie bei anderen funktioniert. Für so eine Investition brauche ich ein gutes Gefühl.

    Wie zufrieden bist du mit der aktuellen Planung?

    Ich bin heute deutlich zufriedener. Viele Punkte sind jetzt klar. Lüftung, Gruppierung, Platzbedarf, Arbeitswege.

    Ich habe das Gefühl, dass der Plan wirklich zu uns passt und nicht einfach eine Standardlösung ist.

    Sind deine Fragen zu den Baudetails beantwortet?

    Ja, viele Detailfragen sind für mich geklärt. Ich habe Dinge durchdacht, über die ich vorher nicht bewusst nachgedacht hätte.

    Jetzt kann ich auch mit Firmen anders sprechen, weil ich genau weiß, was ich will.

    Hat sich die Investition in den Kurs gelohnt?

    Ja, auf jeden Fall. Ich hätte mich ohne diese Begleitung vielleicht nicht getraut, manche Entscheidungen so konsequent zu treffen.

    Allein dadurch, dass ich Fehler vermeiden kann, die später teuer werden, hat sich das für mich schon gerechnet.

    Wie hoch war der Zeitbedarf für dich?

    Der Aufwand war überschaubar. Zweimal im Monat ein Treffen und zusätzlich Zeit für die Videos und meine eigene Planung.

    Für mich war wichtig, dass ich regelmäßig dranbleibe und nicht wieder Monate verstreichen lasse.

    Wie würdest du deine Planung jemandem beschreiben, der sie noch nie gesehen hat?

    Ich würde sagen, es ist eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Stalls. Der 3-Reiher bleibt, aber wir erweitern gezielt.

    Der neue Bereich wird großzügig für Abkalber und Trockensteher. Zusätzlich schaffen wir Platz für rund 24 weitere Liegeboxen für laktierende Kühe.

    Mir war wichtig, klare Gruppen und übersichtliche Arbeitswege zu haben.

    Was hast du im alten Stall bewusst infrage gestellt?

    Ich habe nicht einfach übernommen, was schon immer so war. Ich habe Liegeboxen, Übergänge und Laufgänge kritisch angeschaut.

    Die Frage war immer: Passt das noch zu unseren Zielen oder bauen wir alte Kompromisse weiter?

    Welche Hürden erwartest du mit dem Anbau?

    Mir ist klar, dass Themen wie Brandschutz und Emissionen eine Rolle spielen. Das ist kein kleiner Umbau.

    Deshalb will ich diese Punkte frühzeitig klären, damit es später keine Überraschungen gibt.

    Was möchtest du zukünftigen Kuhstallbauern in der Planung mitgeben?

    Macht euch viele Gedanken und nehmt euch Zeit. Schaut euch vieles an, aber entscheidet bewusst, was euch wichtig ist.

    Lasst euch beraten, aber lasst euch nichts aufschwatzen. Ihr arbeitet jeden Tag in diesem Stall. Deshalb muss die Lösung wirklich zu euch passen.

    Vielen Dank nochmal an Maxi Fischer für das offene Gespräch. Es ist spannend zu sehen, wie klar und strukturiert hier geplant wird. Vielleicht ist das auch für dich ein Anstoß, wenn du gerade selbst in der Planung steckst.

    Wenn du deine Planung ebenfalls sauber strukturieren möchtest und bei den Details Sicherheit gewinnen willst, dann melde dich über www.kuhstallbau.com und trag dich für ein kostenloses Strategiegespräch ein. Gemeinsam schauen wir, wie dein Stallprojekt durchdacht und praxisnah umgesetzt werden kann.

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