KSB 062 Futtertischantritt reduziert Ammoniak-Emissionen Teil 2 mit Barbara Benz

Heute dreht sich alles um Ammoniak-Emissionen und zukunftsfähige Ställe. Mein Interview-Gast zeigt uns Möglichkeiten für weniger Emissionen und mehr Tierwohl. Dies ist der zweite Teil vom Interview.

  • Diese Folge wird unterstützt von der Firma Huber Technik Vertriebs GmbH. Ein Futtertischantritt macht zur Emissionsminderung sehr viel Sinn. Auf den Antritt zum Futtertisch empfiehlt sich dann der Laufgangbelag N15. Wir haben eine 80 m lange Rolle bei uns eingebaut. Im Angebot des familiengeführten Traditionsunternehmens aus Oberbayern sind neben Laufgangbelägen auch verschiedene Komfortbeläge und Weichbetten für die Liegebox. Den Komfortbelag N33 verwenden wir seit vielen Jahren im alten Stall und sind damit sehr zufrieden. Besonders hohen Wert legt die Firma Huber Technik auf Qualität und Haltbarkeit und verwendet deshalb nur hochwertige Ausgangsmaterialien. Neben zahlreicher bestandener DLG-Tests liegen alle Endlos-Rollen der Firma Huber Technik auch innerhalb einer DIN-Norm, die einen Standard für das beste Tierwohl gewährleistet. Alle Gummibeläge werden regelmäßig auf krebserregende Stoffe, sogenannte PAK´s getestet. Man kann also sicher sein, dass sich keine giftigen Stoffe in den Bodenbelägen von der Firma Huber Technik befinden. Hast du Interesse an Produkten, besuche die Homepage www.kuh-komfort-huber.com und nimm direkt Kontakt auf!

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    Stallbaupost

    • Heute geht es um den Futtertischantritt als effektive Maßnahme, Laufgangböden zur Trennung und ob wir im Bestand nachrüsten oder neue Ställe Anforderungen erfüllen müssen.
    • Im letzten Teil war das Thema, warum Ammoniak Emissionen vermieden werden müssen, den Unterschied zwischen Sommer und Winter und wie man trotz mehr Platzangebot Emissionen vermeiden kann.

    Hast du die Folge verpasst? Kein Problem, hier geht`s du KSB 061! Hör rein!

    Ein Futtertischantritt hilft beim vermeiden von Emissionen, welches Einsparpotential ist da vorhanden?

    • Hier gibt es Messungen aus der Forschungsanstalt Tänikon: Rund 15 % können eingespart werden. Abschätzen kann man es für jeden einzelnen Stall. Die Quadratmeter verschmutzte Fläche, die man Einsparen kann verringert die Belastung. Die Länge der Kuh und die Fressabtrennung bestimmt die Länge des Antritts. Oft geht man auf 1,55 m, sodass die Kühe kaum auf dem Antritt abkoten können. 5 cm hin oder her entscheiden stark über die Verschmutzung. Durch Größenunterschiede in der Herde ist es nicht vermeidbar, dass einzelne Hinterfüße unten stehen. Wenn die Entmistungstechnik kommt, sollen die Füße auf die Standfläche hoch gehen. Wenn man die Fressabtrennung so montiert, dass man nachstellen könnte, hält man sich Optionen offen. Der meiste Kot und Harn mit ca. 70 % fällt am Fressgang an. Die Entmistungsfrequenz kann erhöht werden, vor allem während der Fresszeiten. Dies ist im Sinne der Emissionen und gleichzeitig der Klauengesundheit. Eine Gummimatte auf dem Antritt ist reinigungsfreundlicher und gleichzeitig eine weiche Standfläche. Gefälle nach hinten ist wichtig. Man vermeidet die Kollision der Füße beim fressen mit der Entmistungstechnik.

    Boden mit schneller Ableitung des Harns: Wie entscheidend ist die Schieberfrequenz und wie entscheidend ist die Trennung vom Kot und Harn?

    • Prozess der Ammoniak-Entstehung fängt wenige Minuten nach dem Kontakt von Kot und Harn an und läuft dann 2 Stunden oder länger weiter, je nach Temperatur. Wir wollen, dass der Kot und Harn möglichst getrennt ist. Vorteilhaft für die Klauengesundheit. Im EIP gab es zwei Ausführungen:
    • – 3 % Quergefälle und mittiger Harnrinne, Rutschsicherheit muss beachtet werden
    • – Gummimatten mit Rillen, Vorhandener Entmistungsschieber kann nachgerüstet werden

    Gibt es einen Zeitpunkt, zu denen man emissionsmindernde Maßnahmen nachrüsten muss?

    • Momentan in Deutschland noch nicht. In den Niederlande ist es zur Genehmigung schon verpflichtend. In Deutschland erwarte ich es noch nicht, in Baden-Württemberg wurde erstmals ein Anreiz durch Förderung gesetzt. Irgendwann wird es als Stand der Technik angesehen. Es sind Maßnahmen, die auch der Klauengesundheit helfen. Wir können zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Saubere Kühe auf gesunden Klauen und Emissionsminderung.

    Frau Benz, was empfehlen Sie bauwilligen Landwirten?

    • Umfangreiche Infos auf eip-rind.de. Hier werden Bauvorhaben ausführlich beschrieben.
    • Es gibt Baudetails zu bestimmten Themen wie den Futtertischantritt. Virtuelle Stallbegehungen mit Videos zu den Betrieben. Jeden 3. Freitag im Monat gibt es einen Stallrundgang über Zoom. Auch erreichbar per E-Mail, die Adresse findest du hier.

    Im Nachgang nochmal vielen Dank an Frau Benz!

    Jetzt bist du gefragt: Wie überzeugen dich die Argumente? Kannst du selber etwas optimieren?

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      2 Kommentare zu „KSB 062 Futtertischantritt reduziert Ammoniak-Emissionen Teil 2 mit Barbara Benz

      1. Bitte in Zukunft Beiträge mit Frau Benz vorher überdenken ob diese Aussagen veröffentlicht werden wenn man ein renommiertes Informationsmeduim sein oder werdenwill!

      2. Servus Johannes,
        für die Zukunft werden unsere Anforderungen steigen. Es macht in meinen Augen sehr viel Sinn, sich mit diesen Punkten zu beschäftigen. Frau Benz beschäftigt sich stark mit diesem Thema und hat dadurch viele Informationen aus 1. Hand.
        Es liegt danach an jedem einzelnen, wie man mit diesen Infos umgeht. Es gilt wie immer: Verschiedene Meinungen sammeln und dann den für sich passenden Weg weiter gehen.
        Ich wünsche dir bei deinem Bau oder Umbau alles Gute!
        Viele Grüße, Gusti

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